Was geht heute in Frankfurt? Bars, Clubs und Events für heute Abend
Du weißt nicht, was du heute Abend machen sollst? Hier sind die Viertel, die Läden und eine Methode, mit der du in unter einer Minute entscheidest.
Die kurze Antwort
Heute Abend in Frankfurt hast du vier realistische Richtungen: Bars im Nordend und Bahnhofsviertel für Abende, an denen man reden will. Clubs in der Innenstadt und im Ostend, die aber erst nach Mitternacht anlaufen. Konzerte, Theater und Kino, wo kurzfristig oft noch Karten verfügbar sind. Und von Mai bis September das Mainufer, das nichts kostet und keine Planung braucht.Frankfurt ist dabei klein genug, dass du an einem Abend zwei Viertel schaffst, und groß genug, dass du in jedem etwas völlig anderes bekommst. Wer hier spontan losgeht, entscheidet deshalb selten zuerst "Bar oder Club", sondern: in welche Ecke.
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Bars und Kneipen: Nordend, Bahnhofsviertel, Sachsenhausen
Nordend und Bornheim sind die Gegend für Abende, an denen man reden will. Die Berger Straße zieht sich über gut zwei Kilometer und wechselt dabei mehrfach den Charakter. Unten Richtung Innenstadt ist sie gemischt und laut, weiter oben ruhiger und stärker Nachbarschaft. Die Hausbar steht für diese Sorte Abend: reinkommen, hinsetzen, und drei Stunden später immer noch sitzen. Unter der Woche bekommst du hier meist ohne Wartezeit einen Platz, am Wochenende ab etwa halb elf nicht mehr zuverlässig.
Das Bahnhofsviertel hat die interessantesten Bars der Stadt und den schlechtesten Ruf, und beides stimmt. Auf wenigen Straßenzügen liegen Läden nebeneinander, die sonst über eine ganze Stadt verteilt wären, von Cocktailbars bis zu Orten, die sich absichtlich nicht ankündigen. Die Pik Dame gehört zu den Adressen, die man kennt, wenn man aus der Gegend kommt, und nicht, wenn man sie gegoogelt hat.
Sachsenhausen teilt sich klar in zwei Hälften. Rund um Alt-Sachsenhausen läuft das Apfelwein-Programm, das vor allem Besucher anzieht. Wer dort wohnt, geht woanders hin, zum Beispiel in den Klub Michel, der eher Bar mit Musik ist als Kneipe und entsprechend später anläuft.
Innenstadt und Ostend liefern die Abende, die spät noch kippen können. Das Tokonoma ist am frühen Abend ein anderer Laden als um zwei Uhr nachts, und genau das ist sein Trick: Du musst dich beim Losgehen nicht entscheiden, ob es ein ruhiger oder ein langer Abend wird.
Clubs und Partys in Frankfurt
Für Techno und House führt kein Weg am Robert Johnson vorbei, das allerdings nicht in Frankfurt liegt, sondern in Offenbach direkt am Main. Wer das nicht weiß, plant den Rückweg falsch, denn nachts ist die Verbindung zurück dünner als gedacht. Der Laden ist klein, das Booking deutlich besser als seine Größe vermuten lässt, und er ist einer der wenigen Clubs im Rhein-Main-Gebiet mit überregionalem Ruf.
In Frankfurt selbst laufen die großen Nächte im Velvet und im Gibson, beide zentral gelegen, beide breiter aufgestellt und entsprechend voll. Wer es kleiner und eigenständiger mag, ist in der Pracht oder im K39 besser aufgehoben. Für Techno abseits vom Robert Johnson sind das Tanzhaus West und das Silbergold die Namen, die in Frankfurt fallen.
Eine Regel gilt für alle: Die Frankfurter Clubnacht startet spät. Wer um elf vor der Tür steht, betritt einen leeren Laden. Zwischen halb eins und zwei entscheidet sich, ob ein Abend läuft. Wer früher etwas erleben will, geht erst in eine Bar und wechselt später.
Konzerte und Live-Musik heute Abend
Frankfurt hat für seine Größe ungewöhnlich viele Bühnen, und sie decken sehr unterschiedliche Größenordnungen ab.
Für Clubkonzerte und Bands unterhalb der Arena-Liga ist die Batschkapp in Frankfurt-Seckbach die erste Adresse, zusammen mit dem Zoom und dem Nachtleben in der Innenstadt. Diese Häuser sind der Grund, warum in Frankfurt auch an einem Dienstag etwas laufen kann.
Eine Stufe größer wird es in der Jahrhunderthalle mit ihrem markanten Kuppeldach und in der Festhalle auf dem Messegelände, wo die großen Tourneen halten. Klassik und Jazz laufen in der Alten Oper, die trotz des Namens ein Konzerthaus ist und kein Opernhaus.
Anders als bei Clubs lohnt hier der Blick auf Restkarten. Bei kleineren Shows gibt es fast immer Abendkasse, und bei ausverkauften Terminen tauchen kurz vorher regelmäßig zurückgegebene Tickets auf.
Kultur, Kino und Ausstellungen am Abend
Der oft übersehene Teil des Abends, dabei ist er der spontanfreundlichste, weil man selten reservieren muss.
Für Theater abseits der großen Häuser sind der Mousonturm im Ostend, das Gallus Theater und das Theater Willy Praml die Namen, die zählen. Wer es kleiner und schräger mag: Die Schmiere im Keller des Karmeliterklosters ist eines der ältesten Privattheater der Stadt und spielt Comedy und Kabarett.
Die Museen am Museumsufer haben an einzelnen Wochentagen abendliche Öffnungszeiten, meist mittwochs, was den Museumsbesuch zu einer echten Abendoption macht statt zu einem Nachmittagsprogramm. Schirn, Städel und MMK decken dabei drei völlig verschiedene Richtungen ab.
Beim Kino lohnen neben den großen Häusern die Programmkinos, etwa das Mal Seh'n Kino oder das Orfeos Erben, wo abends häufig noch Karten verfügbar sind, wenn das Multiplex längst ausverkauft ist.
Draußen: Mainufer, Parks und Open Air
Von Mai bis September verlagert sich der Abend ans Wasser. Die Sachsenhäuser Seite des Mainufers ist an warmen Tagen die größte unorganisierte Veranstaltung der Stadt: mitgebrachte Getränke, keine Türpolitik, kein Eintritt. Wer Leute treffen will, ohne einen Plan zu haben, fährt dorthin.
Dazu kommen die Parks, allen voran der Günthersburgpark im Nordend, der im Sommer regelmäßig bespielt wird, und die Sommerwerft am Main, die über mehrere Wochen im Juli und August Theater, Musik und Zirkus kostenlos zeigt.
Und schließlich die Biergärten. Sie sind in Frankfurt keine Randnotiz, sondern von Frühjahr bis Herbst der Standardabend. Der Vorteil bei spontanen Plänen: kein Vorverkauf, kein Einlass, und man findet fast immer noch einen Platz, wenn man bereit ist zu stehen.
Events in Frankfurt nach Stimmung finden
Hier liegt der eigentliche Grund, warum die Frage "was geht heute" so schwer zu beantworten ist. Das Problem ist nicht, dass zu wenig läuft. Es ist, dass alles nach der falschen Logik sortiert ist.
Jeder Veranstaltungskalender ordnet nach Kategorien: Konzert, Party, Theater, Ausstellung. Nur denkt so niemand, der abends überlegt, was er machen soll. Man denkt nicht "ich hätte gern ein Konzert". Man denkt "ich will raus, aber nicht schreien müssen" oder "ich will unter Leute, ohne den ganzen Abend reden zu müssen". Die Kategorie beantwortet eine Frage, die keiner gestellt hat.
Schneller kommst du über sechs Fragen. Sie dauern zusammen keine Minute und schneiden aus dem Angebot der Stadt eine Handvoll passender Optionen heraus:
Wie soll sich der Abend anfühlen? Entspannt, ausgelassen, konzentriert, romantisch.
Was soll laufen? Elektronisch, live, leise, egal.
Wo willst du sein? Drinnen, draußen, klein und voll, weitläufig.
Mit wem bist du unterwegs? Allein, zu zweit, in der Gruppe, offen für neue Leute.
Willst du zuschauen oder mitmachen? Konzert und Kino sind passiv, Tanzen und Workshops sind aktiv.
Wie soll es aussehen? Rau und ungeschliffen oder gepflegt und durchgestaltet.
Wer diese sechs Antworten hat, braucht keinen Kalender mehr durchzuscrollen. Genau nach diesen Merkmalen sind die Events auf UNOWLI verschlagwortet, statt nach Kategorien.
Probier es aus, statt es zu lesen.
Stell die sechs Filter ein und sieh, was heute Abend in Frankfurt dazu passt.
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